Solarer Berg oder Ali’i Drive? Herz gegen Verstand!

Die Triathlonsaison 2017 ist in vollem Gange, die großen europäischen Rennen begeistern die Fans im Wochenrhythmus und auch für mich ist der erste wichtigere Wettkampf des Jahres Geschichte. Und obwohl der Fokus den nächsten Rennen gelten sollte, sind die Gedanken nicht nur sportlich gesehen schon längst im Jahr 2018.


Vor einigen Wochen habe ich meine Masterarbeit (endlich!) abgegeben - Ausgang offen. Grund genug, sich um die private und berufliche Zukunft zu kümmern, ohne den geliebten Sport komplett außen vor zu lassen. Nicht weil ich glaube als Sportler „die Sterne vom Himmel“ spielen bzw. rennen zu können, vielmehr weil er mir eine Routine, Sicherheit und nicht zuletzt unendlich viel Freude in meinem Leben gibt. Trotzdem darf die berufliche Orientierung den Stunden im Wasser, auf dem Drahtesel und in den Laufschuhen nicht zum Opfer fallen. Die Überlegungen über „was, wann, wo und wie viel?“ sind nicht erst seit Abgabe der Thesis in vollem Gange. Und dennoch unterliegen sie nun einer deutlich größeren Verpflichtung.

„Lieber eine Sache richtig als viele mit halber Energie!“
Dieser Grundsatz ist rational gesehen sicherlich richtig und der Grund dafür, dass einige geplante Ideen und Projekte bisher im Sand verlaufen sind. Und dennoch ist es für mich aktuell die passende Strategie. Moderation, Medien, Journalismus, Sportmanagement und Sportmarketing. Dazu noch eine geplante Selbstständigkeit im Bereich Sport & Lifestyle. Die nächsten Monate stehen beruflich im Zeichen der Orientierung und führen hoffentlich zur Beantwortung der aktuell alles beherrschenden Gretchenfrage: was macht mir auf Dauer am meisten Spaß?


Nun aber zum Sportlichen: passend nach dem Wochenende mit gleich zwei großen und weltweit anerkannten Langdistanzen kann ich mit Sicherheit sagen: „I’m going to be an Ironman!“

Der Schlachtplan stand bereits fest, nur eine Handvoll Menschen wurde unter höchster Schweigepflicht eingeweiht. Seit Jahren - lange bevor ich meinen ersten Triathlon absolviert habe - wurde mir das Rennen an’s Herz gelegt; Schlafplatz inklusive. Von Helfern persönlich wurden mir Geschichten über die einzigartige Atmosphäre, die Tradition und die Begeisterung der Menschen erzählt. Für mich war klar: Challenge Roth 2018 - here we go!

„Für die berufliche Perspektive ist Hawaii das Nonplusultra!“
Ein Umstand, den ich bis dato überhaupt nicht bedacht hatte. Für mich zählte nur das Erlebnis im Hier und Jetzt! Schwimmen im Kanal, Tour de France Stimmung am Solarer Berg, Einlauf in’s Stadion - die Challenge Roth ist für mich vom Gesamtpaket her das reizvollste Rennen. Es beherrscht meine Träume, Gedanken und Visualisierungen. Und Hawaii? Das Potenzial für die Qualli glaube ich zu haben, das Rennen reizt mich dennoch nicht! Die Übertragungen haben mich abgeschreckt: zu große Gruppen von Age Groupern, zu viel Windschatten - das bekomme ich auch in der Regionalliga.


Und trotzdem bin ich mir bewusst - oder besser: mir wurde bewusst gemacht - dass Hawaii das Nonplusultra in unserem Sport verkörpert. Ist im Business mit dem runden Leder der Nachname oder die Anzahl der Bundesligaspiele entscheidend um einen der begehrten Jobs zu ergattern, lautet bei uns Triathleten die erste Frage nicht selten: "und, warst du schon mal auf Hawaii?"

„Das Erlebnis schlägt die Leistung!“
Dass ich mein Gehalt später im Triathlon verdienen möchte steht außer Frage. Genauso wie der Umstand, dass dies als Sportler nicht mehr passieren wird. Für den Einstieg in einen Bereich - egal ob in den Medien, der Industrie, im Management oder als Trainer: Hawaii ist auf einmal alles andere als uninteressant. Vielleicht sogar notwendig. Und überhaupt: das Erlebnis Kona, die Expo, schwimmen mit Schildkröten, Lava Java, Ali’i Drive; all diese Eindrücke schlagen die Leistung und das Rennen an sich. Bin ich erst einmal da, würde ich dem Mythos verfallen. Jede Wette!


Und so sitze ich hier, ratlos und verzweifelt. Die Zeit rennt, am Montag öffnet die Anmeldung für die Challenge Roth 2018. Mein designiertes Langdistanz Debüt. Knappe 20 Sekunden würde ich Zeit haben, meine wichtigsten Daten einzugeben, an die Standfestigkeit von Internetverbindung und Server zu appellieren und mein Ticket zu lösen. Keine Woche mehr habe ich Zeit um mich zu entscheiden: Roth oder alles auf Hawaii? Und sollte ich die Qualli verpassen? Nie wieder würde ich die Chance haben, mit derartigem sportlichen Fokus und Anspruch in das Stadion in Roth einzulaufen.

Als wäre die Entscheidung nicht schon kompliziert genug, fechten Frankfurt und Hamburg den Platz an der Sonne im Rennen um Plan B in meinen Gedanken aus. Schlafen im eigenen Bett, Freunde, Teammitglieder und den Coach an der Strecke, Marathon an der Alster? Nehm’ ich! Eine etablierte Veranstaltung in Frankfurt samt schneller Strecke und der Möglichkeit, einer ganz genauen und teils kritischen Beobachtung aus dem Weg zu gehen? Wieso nicht..?!

Auch der Ironman Frankfurt wird seine Plätze schnell vergeben haben. Weit bevor sich Hamburg als Langdistanz Location überhaupt beweisen - geschweige denn etablieren - kann. Roth oder Hawaii? Kindheitstraum oder Prestige? Hamburg oder Frankfurt? Sechs Tage habe ich noch Zeit um zumindest zwei dieser Fragen für mich zu beantworten. Triathleten kennen es: die Zeit läuft!

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