Saucony Kinvara 8: ein Alleskönner

Bis zum letzten Jahr bin ich meine Wettkämpfe selbst auf der Mitteldistanz mit dem flachen und ultra leichten Mizuno Wave Ekiden gelaufen. In dieser Saison habe ich mich dazu entschieden, auch bei Rennen auf meinen absoluten Lieblingsschuh zurückzugreifen und möchte euch das Modell kurz vorstellen. Doch vorher möchte ich kurz auf die Beweggründe für diesen Wechsel eingehen. Mit meiner Größe und einem Kampfgewicht von 85Kg bin ich besonders stark auf eine gute Dämpfung bei Laufschuhen angewiesen, auch wenn mir persönlich flache und direkte Schuhe besser gefallen. Auf den Mitteldistanzen habe ich ab der Hälfte der Laufstrecke gemerkt, dass vor allem meine Waden schnell ermüden und auch unter dem Fuß die Belastung zu spüren ist. Nicht dramatisch, aber ein Punkt, an dem man ansetzen kann. Für 2017 habe ich mit dem Kinvara 8 einen Schuh, der zwar ein paar Gramm mehr auf die Wage bringt, mir aber deutlich mehr Komfort bietet und - das ist für mich ein extrem wichtiger Punkt - es mir erlaubt, regelmäßig Trainingsläufe mit dem Schuh zu machen ohne meine Wadenmuskulatur extremen Stress auszusetzen. Dadurch regeneriere ich zwischen den Einheiten schneller und schlüpfe am Wettkampftag in bekannte Schuhe. Für mich ist diese Routine ein echter Mehrwert!
Meinen Lieblingsschuh noch einmal verbessert
Der Kinvara 8 ist bereits der vierte Schuh der Reihe, den ich laufe und bislang war jedes dieser Modelle mein Favorit im bunten Sammelsorium des Schuhschrankes. Mit 4mm Sprengung ist der Schuh flach und läuft sich natürlich. Dabei ist er gut gedämpft und trotzdem leicht. Die letzten beiden Punkte haben sich vom Kinvara 7 zum derzeitigen Modell verändert und zumindest in Sachen Dämpfung verbessert: die Everun Technologie - eine dämpfende Schicht, die auf der Zwischensohle und unter der Einlage platziert ist - ist nun über die gesamte Länge des Schuhs verteilt und bringt zusätzliche Dämpfung. Das macht Sinn, immerhin ist sie auf der Sohle und somit direkt unter dem Fuß; genau dort, wo die Dämpfung benötigt wird. Selbst unter den dickeren und stabileren Einlagen von Currex nehme ich die Schicht und einhergehende Dämpfung spürbar wahr. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen hat der Kinvara 8 also noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Das Gewicht des Schuhs ist durch die zusätzliche Dämpfungsschicht etwas nach oben gegangen. Aber mal ehrlich: die paar Gramm sind alles, nur nicht rennentscheidend - vor allem abseits der Sprintdisziplinen. Den Saucony Kinvara gibt es u.a. hier
Kinvara 6 (re.), Kinvara 7 (li.) und der neueste Kinvara 8 (Mitte)

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Überzeugend auf jedem Untergrund
Die rutschfeste Sohle punktet bei jeden Bedingungen unabhängig des Untergrunds - ausgenommen sind krasse Trails, da war ich noch nie. Egal ob auf der Straße oder im Wald, um die Alster oder auf der Bahn, der Abdruck ist sehr gut, dynamisch und kraftvoll. Auch bei nassen Bedingungen habe ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, Traktion in Kurven oder Wendepunkten zu verlieren. Ein großer Pluspunkt ist auch, dass die Sohle ohne tiefe Rillen kommt und sich somit keine Steinchen oder Äste festsetzen können - ich hasse es, wenn das passiert! Mit all den aufgezählten Eigenschaften lässt der Kinvara für mich keine Wünsche offen. Er ist flach, bietet aber genug Unterstützung. Das Laufgefühl ist direkt und natürlich, die Dämpfung dennoch effektiv und ausreichend. Die Passform ist gut, gibt vor allem im Mittelfuß genügend Halt und bietet im Zehenbereich dennoch genügend Platz um sich kraftvoll nach vorne abzudrücken. Dazu ist das Gewicht gering und - für alle Triathleten interessant - die Nähte so gehalten, dass problemlos barfuß gelaufen werden kann.
Stabile, rutschfeste Außensohle
Die Haltbarkeit des Obermaterials ist verbesserungswürdig
Bei all den Lobhudeleien gibt es dennoch einen Kritikpunkt, der sich wie ein roter Faden durch die Kinvara-Reihe zieht. Bislang ist bei jedem Modell nach einer Weile das Obermaterial oben am großen Zee kaputt gegangen, bevor Sohle und Dämpfung hinüber waren. Klar, ich habe die Schuhe auch ordentlich durchgerockt, weil ich von langen Läufen über Sprints und Intervallen alles mache und häufig auf sie zurückgreife. Das Phänomen habe ich im übrigen schon häufig bei Läufern gesehen, die einen Kinvara am Fuß hatten. Deshalb, liebes Entwicklungsteam von Saucony, ist die Haltbarkeit des Schuhs verbesserungswürdig. Ansonsten: Chapeau, mit dem Kinvara 8 habt ihr einen echten Alleskönner auf dem Markt!
Deutlich zu erkennen: das anfällige Obermaterial am großen Zeh

Short Facts

  • Pronation: Neutral
  • Einsatzzweck: Von Dauerläufen über Tempoläufe bis hin zu Wettkämpfen
  • Gewicht: 228gr
  • Sprengung: 4mm

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