Kona 17: Abteilung Attacke! (mit Gewinnspiel)

Ich bin noch nicht so lange im Triathlon-Zirkus, habe aber schon einige Hawaii-Rennen verfolgt und kann sagen: noch NIE hatte ich so Bock auf das Rennen wie in diesem Jahr! Wieso? Weil vor allem das Teilnehmerfeld bei den Männern mit einem interessanten Mix aus Stärke-Schwäche-Profilen und Erwartungshaltungen einen großen Knall verspricht!


Jan Frodeno ist mit Sicherheit der Topfavorit, kann aber im Prinzip nur verlieren. Sebastian Kienle zeigt sich dieses Jahr in blendender Verfassung und wird im Laufen von Jahr zu Jahr stärker. Patrick Langes Formkurve zeigt seit Frankfurt steil nach oben, Nils Frommhold ist wiedererstarkt und Boris Stein sowieso nie zu unterschätzen. Und das sind erst die deutschen Starter. Von der internationalen Konkurrenz kann vor allem Lionel Sanders die Renndynamik beeinflussen und damit vielleicht Sebastian Kienle in die Karten spielen.

Wer in meinen Augen die Favoriten sind, was für und gegen die Athleten spricht und wie das Rennen der Männer laufen könnte? Im Folgenden gibt es meine Tipps UND die Chance, ein Paket mit coolen Preisen von Trionik Multisport und Multipower zu gewinnen. Weitere Infos dazu gibt es unter dem Artikel.

Ironman Hawaii 2017 Favoriten

Jan Frodeno (Deutschland)

Zweifacher Sieger, Weltrekordhalter, Superstar: die Rolle des Favoriten ist ihm sicher, unklar allerdings sein Leistungsvermögen in 2017; das musste er nämlich bisher bei keinem Rennen so wirklich abrufen. Glaubt man ihm selbst, ist er mental so fit wie noch nie auf Hawaii, guckt man sich die aktuellen Fotos aus Kona an, kann man das denke ich zumindest rein optisch auch für die körperliche Verfassung behaupten.

Was spricht für ihn? Im Prinzip…alles! Er hat keine Schwäche, wird das Schwimmen bereits vorne mitgestalten und besitzt damit alle taktischen Möglichkeiten. Er wirkt austrainiert wie noch nie, ist vom Material und Umfeld her top aufgestellt und hat bewiesen, dass er ein unnachahmlicher One-Day-Racer ist.

Was spricht gegen ihn? Er hat die berühmte Zielscheibe auf seinem Rücken und wird in diesem Jahr attackiert werden, sofern es der Konkurrenz möglich ist. Dazu wird er wohl ungern gemeinsam mit starken Läufern wie Patrick Lange und Lionel Sanders auf die Laufstrecke gehen wollen und könnte Gefahr laufen, sich auf dem Rad zu überzocken.

Sebastian Kienle (Deutschland)

Weltmeister 2014, dreifacher Europameister und Herausforderer: Sebastian Kienle zeigt sich in diesem Jahr über weite Strecken in Topform und überzeugt auch beim Laufen. Dabei kommt ihm zu Gute, dass er seine langanhaltenden Beschwerden der Achillessehne auskuriert hat und in den letzten Jahren läuferisch deutlich qualitativer und umfangreicher trainieren konnte. Kienle sehnt sich nach seinem zweiten Sieg auf Big Island und wird vermutlich bereit sein, mehr Risiko einzugehen als in den vergangenen Jahren.

Was spricht für ihn? Mit Lionel Sanders und Boris Stein sind gleich zwei starke Radfahrer mit Ambitionen in der Gesamtwertung im Feld, die ihm bei der Aufholjagd nach dem Schwimmen unterstützen können. Möglich ist zudem, dass er sich einer Attacke von Sanders anschließen könnte, sobald die Spitzengruppe erreicht ist. In den letzten Jahren war Kienle dort auf sich allein gestellt. Er ist von den Topfavoriten der erfahrenste auf Hawaii und kann es läuferisch mit den meisten Athleten aufnehmen.

Was spricht gegen ihn? Den Rückstand nach dem Schwimmen aufzuholen wird Kraft kosten. Wird vorne schnell gefahren um Kienle, Sanders, Lange und co. das Leben schwer zu machen, verbraucht er bereits früh wertvolle Körner. Eine risikoreiche Attacke könnte ihn spätestens im Marathon wieder einholen.

Ironman Weltmeisterschaft 2017 Vorschau

Patrick Lange (Deutschland)

Senkrechtstarter und Rekordläufer: 2016 war SEIN Jahr. Die erste Saison als Vollprofi feierte er mit dem Sieg beim Ironman Texas und einem sensationellen dritten Platz auf Hawaii inklusive Marathon Rekord. Dieses Jahr war vor allem im Frühjahr von einer Fußverletzung und einer dreimonatigen Laufpause geprägt. Dass Lange ohne Vorbereitung in Frankfurt dennoch 2:49 Std läuft, ist eigentlich unglaublich. Beim Ironman 70.3 Rügen konnte er mit dem schnellsten Halbmarathon (1:11 Std) eindrucksvoll zeigen, dass seine Verletzung überstanden ist und das Training angeschlagen hat. Dazu konnte er auf der Radstrecke den starken Nils Frommhold kontrollieren und vor allem zu Beginn unter Druck setzen.

Was spricht für ihn? Lange wird vorne mitschwimmen und sich im Anschluss dank seiner Laufstärke zurückhalten können. Agieren müssen auf dem Rad andere. Dazu hat er aus den Fehlern des letzten Jahres (Blocking-Strafe) gelernt und kann sich auf Grund hervorragender Aero-Werte (Achtung, Insider) in der Radgruppe zumindest bis zum Wendepunkt behaupten können. Dass er beim Marathon dem Rennen seinen Stempel aufdrücken kann, ist kein Geheimnis und seine Form zeigt seit dem Ironman Frankfurt nach oben.

Was spricht gegen ihn? Fraglich wird sein, wie sich die drei Monate Laufpause auswirken und inwieweit er den starken Halbmarathon auf die Langdistanz übertragen kann. Entscheidend wird auch die zweite Hälfte der Radstrecke sein, wenn die Beine schwer werden und es teilweise bergab geht. Dort sind vor allem die starken Jungs mit hohen absoluten Wattzahlen im Vorteil.

Lionel Sanders (Kanada)

Kraftpaket und Fragezeichen: Sanders ist - wie die Amerikaner sagen würden - ein „Freak of Nature“. Seine Sitzposition, der Fahr- und Laufstil; der Kanadier ist mit Sicherheit kein Ästhet, dafür ein absolutes Kraftpaket mit unglaublichen Rad- und Lauffähigkeiten. Dazu ist er ein echter „Racer“ (PB: 7:44 Std), der die Rennen gerne aggressiv gestaltet und seine Gegner stetig unter Druck setzt. Wird er diese Herangehensweise auch in diesem Rennen an den Tag legen, kann er entscheidenen Einfluss auf die Renndynamik haben. Ob sich die Taktik auch bei derartigen Bedingungen als erfolgreich erweist, bleibt dennoch abzuwarten.

Was spricht für ihn? Die Rad- und Laufstärke und die Mentalität eines Kämpfers. Dazu hat er in diesem Jahr den Fokus auf Hawaii gelegt und u.a. die Ironman 70.3 WM ausfallen lassen. Mit Sebastian Kienle wird er zudem einen Verbündeten im Rennen haben, mit dem er gemeinsame Sache auf dem Rad machen kann.

Was spricht gegen ihn? Der Rückstand nach dem Schwimmen wird gewaltig sein. Dazu ist er auf Hawaii noch relativ unerfahren (zwei Teilnahmen) und konnte noch nicht restlos überzeugen (Platz 14 und 29). Seine aggressive Herangehensweise ist bei extremen Bedingungen äußerst anfällig. Vom triumphalen Sieg bis zum krachenden DNF würde mich gar nichts überraschen.

Ben Hoffmann (USA)

Auf Hawaii zweimal ganz weit vorne (Platz 2 in 2014 und Platz 4 2016), im April diesen Jahres mit einem starken Sieg in Südafrika (7:58 Std auf schwerer Strecke). Er hat keine Schwächen, für den ganz großen Wurf (Sieg) dürfte im Normalfall jedoch eine echte Waffe fehlen. Dennoch ein Anwärter für die Top 3 und jemand, der von den risikoreichen Attacken der Favoriten profitieren könnte, wenn er sein eigenes Rennen gestaltet.


Tim Don
(Großbritannien)

Seit 2014 auf der Langdistanz und bereits mit zwei Siegen. Beim Sieg in Brasilien im Mai 2017 konnte er zudem eine Weltbestzeit auf der Ironman Distanz aufstellen (7:40 Std). Auf Hawaii (Platz 15 und DNF) konnte er noch nicht seine Leistung abrufen. Wenn in diesem Jahr der Knoten platzt, ist auch er ein Kandidat für das Podium. Ironman Weltmeisterschaft 2017 Vorschau1

Nick Kastelein (Australien)

Trainingspartner von Frodeno und Rookie auf Big Island. Allerdings war er bereits mehrmals als Trainingspartner (Frodeno) und Angehöriger (seines Vaters) auf Hawaii und konnte sich einen Eindruck verschaffen. Er konnte in diesem Jahr seinen ersten Ironman Sieg in Zürich feiern und könnte von den Tipps seines Freundes Frodeno profitieren. Ein Anwärter auf die Top 5.


Timothy O’Donnell
(USA)

Bereits zwei Mal in den Top 5 auf Hawaii (Platz 3 2015 und Platz 5 2013) und mit Sieg inklusive Streckenrekord im Juni diesen Jahres in Boulder. Ein starker Radfahrer und guter Läufer, allerdings ohne die ganz große Waffe für den Sieg. Bei einem guten Rennverlauf könnte er zum zweiten Mal auf das Podium laufen. Hat zudem den „Frischer-Daddy-Bonus“ und kann sich auf die Unterstützung seiner Frau Mirinda Carfrae (3-fache Weltmeisterin) verlassen.


James Cunnama
(Südafrika) und Frederik van Lierde (Belgien)

Beide Athleten mit großen Potenzial (van Lierde ist Weltmeister von 2012), allerdings auch mit hohen Vorbelastungen. Beide bestritten bereits 2 Langdistanzen in diesem Jahr, für van Lierde ist Hawaii sogar das fünfte Ironman Rennen in 12 Monaten. Von ihrer Klasse her sicher für die Top 5 gut, hinter der Frische steht allerdings ein großes Fragezeichen.

Die weiteren Deutschen:

Nils Frommhold und Boris Stein sind weitere heiße Kandidaten für die Top 10. Frommhold hat bereit bewiesen, dass er auf der großen Bühne ein Wort mitreden kann (Platz 6 2014), zeigte sich in Südafrika im April stark (Platz 2 in 7:59 Std) und prägte das Rennen in Roth bis zu seinem Sturz in Führung liegend. Bei den Ironman 70.3 in Zell am See und Rügen bewies er gute Schwimm- und Radform, offenbarte jedoch Luft nach oben beim Laufen. Boris Stein wird auf Hawaii jedes Jahr besser (Platz 20, 10 und 7) und fuhr 2016 die schnellste Radzeit. 2017 zeigte er vor allem in der zweiten Jahreshälfte starke Ergebnisse auf der Mitteldistanz und ist erneut ein Kandidat für die vorderen Plätze, vielleicht sogar die Top 5.

Marc Dülsen und Markus Fachbach (3. Platz Ironman Hamburg) komplettieren das starke deutsche Aufgebot und könnten um die Top 20 kämpfen.

Mein Tipp für die Top 10

Ich glaube, dass Sanders und Kienle das Rennen extrem aggressiv gestalten und Jan Frodeno unter Druck setzen wollen. Dabei überzockt vor allem Lionel Sanders und verpasst die Top 10, Sebastian Kienle führt das Rennen bis KM 30 beim Laufen an und wird letztlich Fünfter (mit wehenden Fahnen), Lange rennt erneut aufs Podium. Das Rennen ist vor allem bis zum Ende der Radstrecke auf Rekordkurs, danach machen sich die Anstrengungen des Radfahrens bemerkbar. Daraus profitieren einige Athleten, die ihr eigenes Rennen ohne „Shot for the victory“ machen. Frodeno ist erneut nicht zu schlagen, verpasst den Streckenrekord jedoch knapp.

Ironman Kona 2017 Top 10 Men

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Ironman Hawaii Preis

Der Vollständigkeit halber liste ich hier noch meine Top 10 der Damen auf, allerdings ohne nähere Beleuchtung. Nur so viel: VIEL ERFOLG, ANJA und Daniela Ryf wird nicht zu schlagen sein. Ironman Hawaii Frauen

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