Gekommen um zu bleiben

Etwas über 9 Stunden vor dem Fernseher? An einem Samstag Abend? Böse Zungen behaupten ich würde etwas verpassen. Ich behaupte, dass mir die Übertragung der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii mehr gegeben hat als es jede Feier dieser Welt tun könnte. Das Rennen und in erster Linie die Beteiligten haben mir wieder einmal vor Augen geführt, was den Hochleistungssport so einzigartig macht.


Aber mal von vorne: am Anfang eines jeden Triathlons steht nun einmal leider das Schwimmen. Schlimm genug. Dazu noch 3,8km im offenen Meer. Zusammen mit den besten Athleten der Welt, die versuchen dich vom Thron zu stoßen, deinen Status anzukratzen und deinen Platz auf den Siegertreppchen dieser Welt einzunehmen. Dazu die Wellen. In einer Einstellung kann man Sebastian Kienle erkennen. Zwei Wellen, drei Wellen. Kienle kämpft, er hält kurz an, schaut sich um. Nur um sich im nächsten Moment gegen die Gewalt der Natur zu widersetzen. Kienle am Straucheln? Ein Bild mit Symbolcharakter? Zum Glück nicht!


180km auf dem Rad später und der Ironman Hawaii fängt an, eine seiner größten Geschichten zu schreiben: Frodeno und Kienle. Titelverteidiger und Herausforderer. Weltmeister 2014 gegen den amtierenden Champion. Seite ein Seite laufen die beiden größten Aushängeschilder des Sports über den glühenden Asphalt. Und sie reden miteinander. Lachen und scherzen. Trotz oder vielleicht gerade wegen der Qualen. Ein neuer „Iron War“? Die Szene geht um die Welt. Innerhalb von Minuten scheint meine Facebook Timeline kein anderes Thema mehr zu kennen. Und sie zeigt, warum dieser Sport so grandios ist: Zwei Konkurrenten, die sich der Größe des Augenblicks bewusst sind. Das Duell, das seit Jahren forciert wird. Von Fans, von Medien und voneinander. Zum ersten Mal nun die Begegnung auf der Laufstrecke. Die Klingen werden gekreuzt. Es ist als würden zwei Freunde zusammen laufen gehen. Nur eben auf Hawaii, bei der Weltmeisterschaft, dem wichtigsten Rennen des Jahres. Zwei Freunde und Konkurrenten. Im Wissen, dass wohl Beide ohne den anderen nicht dort wären wo sie jetzt sind. Weltklasse Athleten, aber vor allem: GROßE Athleten!


Und dann ist da noch Patrick Lange. Der Hawaii Rookie mit dem Ironman Veteranen Faris al Sultan als Trainer. Eine interessante Kombination. Und offensichtlich schnell! Beim Marathon pflügt er durch das Feld, lässt Profis dastehen wie Touristen. Ben Hoffmann, Andi Boecherer; zwei der besten Triathleten der Welt sehen im Moment des Überholens eher aus wie zwei Jogger während ihrer Feierabendrunde. Lange selbst kann es im Ziel nicht glauben: Platz 3! Zwischen kompletter Ungläubigkeit und euphorischer Tanzeinlage wird alles in den Arm genommen was der Zielbereich hergibt. Streckenrekord und Siegerpodest. Patrick Lange bleibt im Moment des größten Erfolges authentisch und stößt sich damit viele Türen auf.


Dass kurz darauf Andi Boecherer und Boris Stein den Zielbogen betreten und das wohl beste deutsche Ergebnis der Ironman Geschichte perfekt machen: keine Überraschung. Es hat sich angedeutet. Im Rennen selbst, aber auch in den Monaten zuvor. Triathlon in Deutschland lebt!


Und dann ist da noch Anja Beranek. Ihr dritter Versuch auf Hawaii. Zwei Mal „DNF“: zu wenig für eine Ausnahmeathletin wie Beranek. Ich durfte mit ihr im Vorfeld sprechen und habe die Anspannung gemerkt. Aber sie liefert ab, beißt sich am Hinterrad von Daniela Ryf fest, bestimmt das Renngeschehen. Sie zeigt das, was die Langdistanz besonders macht: Beharrlichkeit, Kampf, Glaube an sich selbst. Am Ende wird es Platz 4. Der größte Karriereerfolg und ein Befreiungsschlag. Mit dem gewohnten Lachen im Gesicht feiert sie die selbsternannte „Holzmedaille“.


Emotionen, Dramen und Erfolge: der größte Sieger ist der Sport. Er ist angekommen. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und in den Köpfen der Bevölkerung. Auch weil er das bietet, was jeder Mensch kennt und nachvollziehen kann: die Möglichkeit, sich gegen Missstände aufzulehnen, Herausforderungen anzunehmen, Krisen zu überwinden. Transportiert werden die Geschichten von überragenden Botschaftern. Triathlon hat die Chance der öffentlichen Bühne bekommen und er hat sie genutzt. „Abgeliefert“ wie es in Athleten-Sprache heißt.

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