6 Dinge, die wir beim Ironman Hamburg gelernt haben

1. Hamburg liebt Triathlon
Kurzdistanzler wussten es eh schon vorher: HAMBURG KANN TRIATHLON! Menschenmengen schon früh Morgens beim Schwimmstart, ein Rad-Wendepunkt gesäumt von Betreuern, Fans und Zuschauern und die Laufstrecke: WAHNSINN! Kein Meter ohne Gänsehaut-Atomsphäre, ein Stimmungsnest nach dem nächsten. Ganz klar: die Hamburger lieben ihren Triathlon!


2. Kommunikations- und Akzeptanzprobleme
So viel Begeisterung der Ironman Hamburg bei den Teilnehmern und Triathlon Fans schon lange vor dem Rennen hervorgerufen hat, so kritisch waren zum Teil die Stimmen, die dem Veranstalter mangelnde Kommunikation vorwarfen. Auf der offiziellen Pressekonferenz zwei Tage vor dem Rennen machte beispielsweise ein Journalist aus Niedersachsen seinem Ärger Luft: Pflege- und öffentliche Dienste wie z.B. die Feuerwehr haben sich demnach über fehlende Informationspolitik seitens des Veranstalters beschwert und kritisieren die vollgesperrten Straßen. Insbesondere Pflegedienste wüssten nicht, wie sie ihrer Tätigkeit am Wettkampftag nachgehen sollen.
In Hinblick auf die Austragung im nächsten Jahr ist der Veranstalter hierzu gefordert. Neben der Hoffnung, dass sich viele Befürchtungen nicht bewahrheiten würden, denken die Organisatoren um Björn Steinmetz und Oliver Schiek nach eigenen Aussagen bereits über alternative Routen z.B. nach Schleswig-Holstein nach. To be continued…

3. Eisenmänner sind cooler… und emotionaler
Im Vergleich zum „kleinen Bruder“, dem ITU Triathlon, üben sich die Triathleten in den Tagen vor dem Rennen deutlich stärker im Pokerface. Während sich beim ITU viele Teilnehmer das erste Mal auf gesperrte Schwimm-, Rad- und Laufstrecken begeben und Spaß und Abenteuergedanken im Vordergrund stehen, geben sich die Langdistanzler im Vorfeld nach außen deutlich abgeklärter. Insgesamt war die Atmosphäre z.B. auf der Messe nicht so locker und entspannt wie ich es vom ITU gewohnt bin. So warfen die Eisenmänner- und Frauen den Fokus deutlich stärker auf den sportlichen Teil des Wochenendes. So abgeklärt die Athleten sich im Vorfeld aber auch gegeben haben, so gegensätzlich sind die Reaktionen auf der Finish-Line. Tränen, Jubelschreie und emotionale Zusammenbrüche: an irgendeinem Punkt der Strecke hat jeder Finisher seine Coolness abgelegt. Was Emotionalität angeht schlägt der Ironman die Kurzstrecke!

4. Zu spät für Frodo & co
Dass in diesem Jahr mit keinen absoluten Topstars zu rechnen ist, der ebenfalls auf Hawaii starten wird, war schnell absehbar - außer man wird von Brett Sutton trainiert ("I ran a couple of Marathons after Ironman Frankfurt in training, that's what we do [with Brett]", James Cunnama). Zu kurz ist die Pause zwischen den beiden Rennen und so zieht es Stars wie Jan Frodeno oder Sebastian Kienle zu früheren Veranstaltungen, obwohl Hamburg als Triathlon-Stadt weltweite Anerkennung erfährt. 2018 wird der Ironman Hamburg zwei Wochen früher stattfinden. Von offizieller Seite aus wird dieser Termin vor allem damit begründet, dass Ironman und Cyclassics nicht wieder „back to back“ stattfinden. Dass es Hawaii-Anwärtern zwei Wochen mehr zwischen den beiden Rennen gibt ist mit Sicherheit ein gern gesehener Nebeneffekt.

5. Langdistanz lebt von den Amateuren
IRONMAN wird wissen, dass sich das Event auch bei Fernbleiben von Frodeno & co keine Sorgen machen muss. Die Atmosphäre und die Emotionen, hervorgerufen durch die vielen Amateure: sie tragen das Rennen! Egal ob führender Profi oder Age-Grouper auf 13-Stunden Kurs; alle Teilnehmer erfahren bis in die ganz späten Abendstunden die gleiche Unterstützung. Für die Medienberichterstattung wäre ein hochkarätigeres Teilnehmerfeld sicherlich förderlich, die Stimmung am Streckenrand kann aber eigentlich nicht besser werden. Wobei: Hamburg ist immer alles zuzutrauen!

6. IRONMAN ist Männerdomäne
Ob es am Namen liegt? Fakt ist, dass die Langdistanz fest in männlicher Hand ist. 87% der Teilnehmer in diesem Jahr sind nach offiziellen Informationen Männer. Zwar beobachte ich einen aktuellen Trend mit immer mehr Frauen, die Triathlon aktiv betreiben, beim Ironman scheint diese Entwicklung jedoch noch nicht angekommen zu sein. Gebt Euch einen Ruck, liebe Ladies, es gibt nicht nur Eisenmänner, sondern mit Sicherheit viele viele Frauen mit genügend Potenzial, das hat das Rennen am Sonntag gezeigt!

Titelbild: Getty Images for IRONMAN

Ein Auszug der Produkte, die im täglichen Training und auf Wettkämpfen im Einsatz sind:

Bekleidung
* Mein Stirnband für Rennen: http://amzn.to/2ohKZyB
* Meine Socken für Wettkämpfe (bis 2017): http://amzn.to/2ohTE4a
* Meine Socken für Wettkämpfe (seit 2017): http://amzn.to/2sljBNe
Trainings-Tools
* Die Garmin Vector 2 gibt es z.B. hier: http://amzn.to/2u2tB1S
* Mein Rollentrainer: http://amzn.to/2ohM7Cl
* Das Ganze natürlich immer mit gutem und kabellosen Sound: http://amzn.to/2p9eTSM
* Und frischer Luft: http://amzn.to/2sZTNIm
Nahrungsergänzug
* Eiweiß für die richtige Regeneration: http://amzn.to/2ohOAwM
* Proteine ideal für unterwegs: http://amzn.to/2q3BqzP
* Liquid Gel für Wettkämpfe: http://amzn.to/2q3Kc0L
Coffee - immer wichtig!
* Gut und preiswerte Maschine: http://amzn.to/2u5IIbw
* Frisch gemahlen ist halb gewonnen: http://amzn.to/2uaPC00

Die mit * markierten Links sind aus dem Affiliate Programm von Amazon. Bei einer Bestellung über diesen Link werde ich prozentual am Umsatz beteiligt.

Du magst vielleicht auch

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.